Kinder unter drei in unserer Einrichtung
In unserem zweigruppigen Kindergarten dürfen wir laut Betriebserlaubnis des Landesjugendamtes Rheinland — Pfalz, sieben Kinder unter 3 und insgesamt 37 Kinder aufnehmen.
Nach dem Kindertagesstättengesetz hat ab 2010 jedes zweijährige Kind in RLP ein Anrecht auf einen Kindergartenplatz und ab 2013 jedes einjährige Kind.
Nach Anfrage von Eltern, haben wir uns dazu entschieden, schon ab dem 01.01.2011 Einjährige in unserer Einrichtung aufzunehmen.
Damit sich auch die Kleinsten bei uns wohl und geborgen fühlen, gerne zu uns kommen und sich individuell weiterentwickeln können, gehen wir in unserer Arbeit ganz gezielt auch auf diese Altersgruppe ein.
Bevor wir eine Konzeption für die Allerkleinsten erstellen, müssen wir uns erst einmal über die einzelnen Entwicklungsschritte und den daraus resultierenden Bedürfnisse der Einjährigen im Klaren sein.
In diesem Alter machen die Kinder in allen Bereichen große Fortschritte.
Bewegungsentwicklung: Die Kinder ziehen sich wo es geht hoch, wollen alles „begreifen“, fangen an zu laufen und haben deshalb einen immer größer werdenden Drang die Welt „zu erobern“. Ihr Bedürfnis nach Bewegung ist sehr hoch.
Sprachentwicklung: Die Kinder lernen ihre ersten Worte zu sprechen. Sie bilden Silben und setzen sie zu Worte zusammen.
Je mehr mit Kindern gesprochen wird, umso mehr Anreize zum selber erzählen, erhalten sie.
Sie sehen gerne Bilderbücher und hören gerne beim Erzählen zu.
Geistige Weiterentwicklung: Sie machen sich mit altersgemäßen Spielsachen vertraut, die sie ausräumen, einräumen, wegwerfen, übereinander bauen und wieder umwerfen. Sie experimentieren mit ihren Spielsachen, um heraus zu finden, was man damit alles machen kann.
Sie brauchen geeignetes Spielmaterial z.B. kleine Schüsseln, Töpfe, einfache Bauklötze,? mit denen sie hantieren, ausprobieren können.
Soziale Entwicklung: Das Kind fängt nun erst so langsam an soziale Kontakte zu knüpfen. Für Einjährige ist eine feste Bindungsperson noch sehr wichtig, mit der das Kind dann lernt auf andere zuzugehen.
Das Kind spielt noch nicht mit anderen, sondern neben anderen Kindern.
Emotionale Entwicklung: Das Kind realisiert die Trennung von Bindungspersonen und lernt langsam damit umzugehen und Vertrauen zu anderen Personen aufzubauen, auf die es sich dann einlassen kann.
Auch für die emotionale
Entwicklung ist eine verlässliche Bezugsperson sehr wichtig.
Ich — Entwicklung: Das Kind lernt mit eigenen Mitteln (Charme, Trotzen? ) seine Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen durchzusetzen.
Das Kind braucht Gelegenheiten um dies auch ausprobieren zu können und muss auch von anderen seine Grenzen erfahren. Es benötigt Zustimmung aber auch ein konsequentes „Nein“.
Selbstständigkeitsentwicklung: Das Kind möchte immer mehr selbst aktiv werden, sich selbst versuchen. Dies betrifft alle Bereiche (essen, trinken, an / ausziehen, klettern, ?) Dem Kind muss im gesunden Maß Zeit und Raum zum Ausprobieren gegeben werden. Es benötigt eine gute Beobachtung, wo es Hilfestellung benötigt und wo nicht. Hier gilt der Satz: „Hilf mir es selbst zu tun“
Daraus ergeben sich für uns folgende Ziele:
Die Kinder sollen sich in der Einrichtung wohlfühlen
Die Kinder sollen Vertrauen zu uns bekommen, ebenso die Eltern
Die Kinder sollen eine feste Bindung zum Erzieher aufbauen
Förderung der sozialen Entwicklung
Emotionale Sicherheit, sich gut aufgehoben zu fühlen, muss gewährleistet sein
Zeit und Möglichkeiten sich positiv weiter zu entwickeln, körperlich wie geistig
und sich einem kindgerechten Umfeld entfalten zu können
Förderung der Sprache und des motorischen Bereiches
Der Kognitive Bereich wird gefördert aber Reizüberflutung vermieden
Eingewöhnungsphase
Eingewöhnungsphase
Die Eingewöhnungsphase gestaltet sich bei jedem Kind anders. Für den Zeitraum der Anwesenheit der Eltern im Kindergarten gibt es deshalb keine festen Regeln. Für jede Familie werden individuelle Absprachen getroffen.
Den Erwachsenen werden Empfehlungen ausgesprochen, wie sie dem Kind die
Eingewöhnung erleichtern können.
Gut wäre es, wenn die erste Trennung von Vater oder Mutter erst dann erfolgen würde, wenn es dem Kind gut geht, es einen Bezug zu einer Erzieherin aufgebaut hat.
Auch die Eltern müssen dazu bereit sein.
Für die Kinder und die Eltern kann die erste Zeit der Abnabelung besonders anstrengend sein. Den Eltern bieten wir an, dass sie sich jederzeit telefonisch nach dem Befinden ihres Kindes erkundigen können.
Sollte sich ein Kind bei uns nicht beruhigen, werden wir uns mit den Eltern telefonisch in Verbindung setzen, damit das Kind gegebenenfalls abgeholt werden kann.
Eltern und Erzieher tauschen sich gegenseitig darüber aus, wie es dem Kind in der Einrichtung und zu Hause geht.
Aufnahmegespräche
Aufnahmegespräch
Im Aufnahmegespräch werden die Eltern darüber informiert, dass ihre Beteiligung an der Eingewöhnungsphase ihres Kindes sehr wichtig ist.
Während der Besichtigung der Einrichtung wird den Eltern und ihrem Kind unsere offene Arbeit vorgestellt und in einem anschließenden Gespräch unser pädagogisches Konzept erläutert. Dazu werden noch Anmeldeheft und Infoblätter mit nach Hause gegeben.
Raumgestaltung
Raumgestaltung für unsere Allerkleinsten (Einjährige)
In unserem Kindergarten haben auch die Kleinsten die Möglichkeit, ihrem Bewegungsdrang jederzeit und eigeninitiativ nachzugehen, wobei die Bezugserzieherin immer in unmittelbarer Nähe des Kindes ist.
Sie haben Rückzugsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Anteilnahme am Gruppengeschehen.
Wir haben für die Kinder im Spieleraum eine „U2 Wohlfühlecke mit altersentsprechender Ausstattung und Spielmaterial eingerichtet, in der sie die Gelegenheit haben, sich zurück zu ziehen und auszuruhen .
Eine Pflege - und Wickelmöglichkeit ist in einem separaten Raum mit Dusche, in diskreter Umgebung gegeben.
Pädagogische Arbeit
Im Freispiel, bei geführten Aktivitäten und bei Projekten werden die Kinder nach ihrem Entwicklungsstand gefordert und gefördert.
Auch im Außenbereich können unsere Jüngsten ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen und sich altersgemäß weiter entwickeln.
Unsere Kleinsten fühlen sich im Bällebad sehr wohl
Zweijährige lieben es einen Wagen vor sich her zu schieben
Der Sandkasten im Eingangsbereich ist oft der Lieblingsspielplatz
unserer Jüngsten.
Auch die Kleinen versuchen zu schneiden, kleben und malen